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Leserbrief zur Bürgermeisterwahl

Am Freitag, bei der Kandidatenvorstellung in der Main-Tauber-Halle, habe ich Herrn OB Miculicz darauf hingewiesen das seine Aussage er habe in Wertheim die Erneuerbaren Energie auf einen Anteil von über 40% gebracht, nicht stimmt. Dabei beruft er sich auf den Windpark in Höhefeld und den Solarpark in Dörlesberg. Mit Verlaub, der Windpark war lange vor ihm in Wertheim und das der Acker des Fürsten auf Wertheimer Gemarkung liegt, dafür kann er nichts. Seine erboste Erwiderung bestand jedoch nur darin, das die Verwaltung hier enormes geleistet habe, um den Solarpark schnell durch alle Genehmigungsinstanzen zu bringen. Dies habe ich auch nie in Frage gestellt. Im Gegenteil, hierfür habe ich in einer der letztjährigen Gemeinderatsitzungen die schnelle Vorgehensweise bei der Genehmigung öffentlich gelobt. Meine Frage welche Projekte zur Erneurbaren Energie er denn in Wertheim zustande gebracht habe, wurde trotz vieler Worte seinerseits nicht beantwortet. Warum blieben zum Beispiel bei den städtischen Bauprojekten wie der Turnhalle Reicholzheim, dem Gemeindehaus Höhefeld oder dem Rathaus Bettingen weder eine Solaranlage zur Warmwassergewinnung, noch eine Erdwärmeheizung oder eine Photovoltaiganlage unberücksichtigt? Wie gesagt, von ihm stammt nicht ein Projekt zur Förderung oder dem Ausbau der Erneuerbaren Energien. Im Gegenteil. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Wertheim ist er verantwortlich für die Beteiligung der Stadtwerke Wertheim am Bau eines Steinkohlekraftwerkes in Brunsbüttel. Ich hatte ihn allerdings bereits mehrfach gebeten und aufgefordert aus diesem Steinkohlekraftwerksbau auszusteigen. Wer behauptet ihm seien Erneuerbare Energien wichtig, der kann sich nicht gleichzeitig am Bau solch einer CO2- Schleuder beteiligen ohne seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Auch wird seine Aussage, das die Bürgerbeteiligung ihm sehr wichtig sei und ihm sehr am Herzen liege, mit seinem Verhalten in der letzten Amtszeit widerlegt. Ich erinnere nur an sein Verhalten beim Bürgerbegehren Kaufland, dem Bürgerentscheid Gas- und Dampfturbinenkraftwerk oder dem Bürgerbegehren Schrägaufzug. Ja selbst in der jüngsten Vergangenheit, beim Verkauf des Krankenhauses, wurde die Bevölkerung nicht in den Entscheidungsprozess einbezogen. Aktuell stößt das Projekt Ritterland auf enormen Widerstand in den betroffenen Gemeinden. Er lässt das Genehmigungsvefahren trotzdem weiterlaufen. Es sind noch viele Punkte in seinem Wahlflayer vorhanden, die im Widerspruch zu seinem Verhalten in den letzten 8 Jahren stehen. Sie alle aufzulisten würde aber den Rahmen eines Leserbriefes sprengen. Mit seinen jetzigen Wahlversprechen kann er uns Wähler jedoch nicht täuschen. An seinen vergangenen Taten wird er gemessen, nicht an seinen Worten.

 

Manfred Rodemers-Mahler

Grünenwört



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